Das kanadische Energiespeicherunternehmen Moment Energy hat eine Partnerschaft mit Copec angekündigt, um Batterien aus der chilenischen Elektrobusflotte in stationäre Energiespeichersysteme umzuwandeln.
Die Flotte ist eine der größten außerhalb Chinas und verschafft der Partnerschaft Zugang zu einer beträchtlichen Menge an ausgemusterten E-Batterien, da die erste Welle von Bussen die mittlere Lebensdauer erreicht.
45MWh frühe Einsätze geplant
Die Unternehmen erwarten die Lieferung von rund 45MWh Speicherkapazität in kurzfristigen Projekten mit Systemgrößen, die von kleinen kommerziellen Anlagen bis hin zu Multimegawatt-Anlagen reichen. Die wiederverwendeten Batterien werden zur Spitzenlastreduzierung, zur Notstromversorgung und zur Unterstützung erneuerbarer Energien eingesetzt.
Durch die Verlängerung der Batterielebensdauer nach dem Ausscheiden aus dem Busbetrieb bietet das Modell sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile:
Geringere Kosten im Vergleich zu neuen Lithium-Ionen-Systemen
Lenkt brauchbare Zellen vom frühen Recycling ab
Senkt die Emissionen pro gelieferter MWh über die Lebensdauer der Batterie
Chiles Flotte bietet eine wichtige Versorgungsquelle
Chile hat den elektrischen öffentlichen Nahverkehr in Santiago und anderen Städten rasch ausgebaut und ist damit das zweitgrößte Elektrobusflotte der Welt. Da sich die ersten Fahrzeuge nun den Aufbereitungspunkten nähern, entwickelt sich das Land zu einem strategischen Zentrum für die Wiederverwendung von Altbatterien.
Unterstützung des Netzes und Integration erneuerbarer Energien
Netzbetreiber und Energieversorger in Chile sehen sich einer wachsenden Nachfrage nach Solar- und Windkraftanlagen gegenüber. Wiederverwendete Batteriesysteme sollen dabei helfen:
Überschüssige Erzeugung speichern
Glättung von Netzschwankungen
Verringerung des Bedarfs an Diesel-Backup-Systemen in abgelegenen Gebieten
Strategie für die Kreislaufwirtschaft
Energieanalysten sehen in dem Projekt eine Blaupause für Lateinamerikas entstehende Kreislaufwirtschaft für Batterien. Anstelle eines sofortigen Recyclings können Second-Life-Systeme vor der endgültigen Materialrückgewinnung jahrelang weiter genutzt werden.
Die Partnerschaft wird auch Betriebsdaten zur Bewertung von Leistung, Sicherheit und End-of-Life-Planung für großformatige Second-Life-Batteriesysteme liefern.







